2025
Diese Künstler haben im Maxhaus gearbeitet und ausgestellt:
09. - 30. August
Renato Liermann | Manfred Gipper | Malerei
28. Juli - 07. August
Eva Schmeckenbecher | Experimentelle Fotografie
„Der Aufenthalt im Maxhaus fand zeitgleich zur Ausstellung meines Projektes Geister und Werkzeuge in der Kunststiftung Erich Hauser in Rottweil statt, das von der Geschichte der Hexenverfolgungen in der frühen Neuzeit ausgeht und diese in Bezug zur Gegenwart bringt. Es besteht aus mehreren Videoprojektionen und Fotografien, die skulptural bearbeitet und dann als Druckstock genutzt wurden – eine Verbindung zum Buchdruck, der früher maßgeblich zur Verbreitung des Hexenwahns beigetragen hatte und ähnlich machtvoll wirkte wie heute die sozialen Medien. Im Rahmen dieses Projekts soll eine Publikation entstehen, an der ich in Nordhalben intensiv gearbeitet habe. Eine strukturelle Grundidee entwickeln, Themen festlegen, Videostills erstellen, Fotos sichten und auswählen, historische Hintergründe und Quellen recherchieren, Texte schreiben, eine Chronologie finden. Es war eine sehr produktive und konzentrierte Arbeitszeit im Maxhaus. Danke!“
13. - 20. Juli
Viktor Cleve | Beate Cleve | Malerei
Herzlich aufgenommen durch viele Nordhalbener am ersten Abend beim „Grazer“, verbrachten Beate Cleve-Recker und Viktor Cleve eine intensive Werkwoche im Maxhaus.
„Unbekannt“ war bei beiden das Thema.
„Terrain unbekannt“ bei Beate Cleve-Recker. Sie beschäftigte sich bei den morgendlichen Wanderungen mit der Pflanzenwelt der für sie unbekannten Region.
„Namen unbekannt“ war Viktor Cleves Thema. Angeregt durch Otmar Adlers aufgelegtes Buch „Nordhalbener Gesichter“ entstand eine kleinformatige Gemälde-Serie zu Personen, deren Name nicht mehr überliefert sind. Die Gesichter der abgebildeten Personen bleiben dabei leer, unbeschrieben – als stille Zeichen des Vergessens.
01. - 12. Juli
Karin Bruder | Gisela Matthies | Literatur-Projekte
Gisela Matthies:
„Eine knappe Woche lang habe ich im Maxhaus gewohnt und gearbeitet und dabei seinen Erinnerungen an fast zweihundert wechselreiche Jahre gelauscht: Das Ächzen der alten Dielen, Stöhnen der schmalen Treppenstufen und abendlichen Seufzern der klobigen Schlösser beim Umdrehen der Schlüssel war voller Geschichten. Dazu die schwindelerregend enge und niedrige Wendeltreppe hinunter zu dem mühevoll in den Schiefer gehauenen Keller. Und als Kontrapunkt dazu das unaufhörliche Zwitschern der Schwalben und ihre waghalsigen Flugmanöver rund um die Häuser.
Ideen und Einfälle entwickelten sich wie von selbst und buhlten um den Vorrang. An ihrer Umsetzung arbeite ich bereits, geplant ist eine Erzählung, die vor gut einem Jahrhundert ihren Anfang nahm und noch immer nicht zu Ende ist und im Frankenwald spielt.“
Karin Bruder: siehe Texte in der Bildergalerie
02. - 29. Juni
Stipendiatin Susanne Gabler | Experimentelle Kunstaktionen
„Ich war als Artist-in-Residence eingeladen, den gesamten Juni 2025 im Maxhaus zu arbeiten. Diese Zeit wurde so ungestört produktiv, wie ich es mir nur wünschen konnte. Ich lernte Anthotypien herzustellen, lasercutten in Kronach und von Elisabeth ein wenig das regionale Kunsthandwerk Klöppeln, während ich eine große Ausstellung in Greifswald vorbereitete. Und die Nordhalbener Menschen konnten im Maxhaus Teil meiner Kunstaktion „mind the gaps“ werden. Zum Abschluss lud ich alle Gäste zur Kunstaktion „art is my business“ ein.“
19.Mai - 01. Juni
Dorothee Schabert | Komposition, Klanginstallationen
Nach 10 arbeitsreichen Tagen präsentierte Dorothe Schabert den interessierten Nordhalbener Kunstfreunden, ihre gerade erschienene CD „Hörlandschaften“.
Nach dem Hörerlebnis entstand eine rege und sehr positive Diskussion. Die Besucher empfanden die Vorstellung als eine große Bereicherung und fragten, wann Dorothee Schabert denn wiederkommen wolle. Wenn das nicht ein wunderbares Kompliment an die Künstlerin ist.
Fotos: Otmar Adler
12. - 18. Mai
Claudia Ebbing | Malerei
„Verflechtungen und Strukturen in der Beziehung Mensch und Natur vor dem Naturraum stellen mein künstlerisches Interesse dar. Berührungspunkte pflanzlicher Oberflächen zu den vom Menschen geschaffenen, zarten Spitzengeflechten. Mein Aufenthalt in Nordhalben konnte dies, durch die Inspirationen der umgebenen Natur, weiter vertiefen und erweitern. Hervorzuheben ist der Besuch des Klöppelmuseums der weitere künstlerische Prozesse in Gang setzte. Ich habe eine sehr inspirierende, entspannte und arbeitsreiche Zeit dort verbracht. Besonders hilfsbereit vom Team unterstützt in allen sich ergebenen Fragen.“
Fotos: Claudia Ebbing
04. - 10. Mai
Lea Ammertal | Ulrike Wicke Literatur / Darstellende Kunst und Fotografie
Ulrike Wicke: „Lea Ammertal und ich waren ab dem 5. Mai 2025 für eine Woche zu einer Künstlerinnen Residenz im Maxhaus in Nordhalben. Es war eine wunderbare Erfahrung und wir sagen einfach nur DANKE!“
„Unser Thema war „Waldkleid“, die Zusammenführung von lyrischen Waldtexten (Lea) und Waldbildern (Ulli). Damit haben wir bereits im Schwarzwald begonnen – jetzt ging es um die Weiterführung des Konzepts unter Einbeziehung des Frankenwalds und der Atmospähre, die uns in Nordhalben und Umgebung begegnete. Dabei sind die folgenden Werke entstanden:“